Willkommen bei Köster Aluminium

Am 1. Juli 2000 begann in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der unaufhaltsame Aufstieg von Köster Aluminium in Iserlohn. Der geschäftsführende Gesellschafter Michael Köster war zwar zu diesem Zeitpunkt kein Unbekannter in der Haustürenszene, dennoch "Kein Kunde und kein Auftrag - das war der Start", erinnert sich Michael Köster heute schmunzelnd; aber das junge 7-Mann-starke Team war bis unter die Haarwurzeln motiviert. Anekdotenreich war auch die Abwicklung des ersten Auftrages, dieser musste in der Musterwerkstatt des Profillieferanten Brökelmann Aluminium aus Ense-Höingen ausgeführt werden, da die georderten Maschinen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig installiert waren. Aber bereits nach einigen Wochen konnte ein nennenswerter Auftragseingang registriert werden. In den Folgejahren entwickelten wir uns kontinuierlich positiv weiter!

Heute produzieren wir mit über 130 Mitarbeitern und gehören zu den Top 5 der Aluminium-Türhersteller in Deutschland! Auch wenn verbandsseitig für 2011 ein nicht mehr so leichtes Jahr prognostiziert wurde, war die Unternehmensleitung - Michael Köster und Marketing- und Vertriebsleiter Martin Völlmecke - optimistisch. "Dank unseres klaren Unternehmenskonzeptes sehen wir diesen Trend nicht", so Martin Völlmecke und ergänzt, "zudem haben wir noch einige weiße Flecken auf der Landkarte, die wir schließen wollen, außerdem liegt unser Marktanteil bei Aluminium-Haustüren in Deutschland gerade bei etwas über 2,5%".

In den ersten zwei Jahren war die Produktpalette noch nicht so klar strukturiert wie heute, wo zu 95% die Produktion mit Haustüren ausgelastet ist, die übrigen 5% teilen sich Hebe-Schiebe-Anlagen und Aluminiumfenster.

Die Vertriebsstrategie war klar definiert. "Wir sind nicht über den Preis in den Markt eingestiegen und der Bauelemente-Fachhandel bzw. Wiederverkäufer sind unsere Vertriebspartner, wir gehören zu den ganz wenigen überregional agierenden Bauelementeherstellern überhaupt, die keinen eigenen Vertrieb für ein sogen. "Hausgebiet" unterhalten. Allein hier in Iserlohn beliefern wir drei Bauelementehändler, denen können wir doch keine Konkurrenz machen", erläutert Michael Köster das Konzept. Um dieses organisatorisch umsetzen zu können, war der Vertrieb anfangs nur in Nordrhein-Westfalen aktiv. "Da wir ausschließlich mit eigenen LKWs ausliefern, waren zu dem Zeitpunkt natürlich nur Tagestouren angesagt", ergänzt Martin Völlmecke. Der deutschlandweite Vertrieb wurde bereits nach 1,5 Jahren realisiert. Gemeinsam mit dem Füllungshersteller K + P (Klüppel + Poppe) Haustürfüllungen GmbH wurde eine überregionale Vertriebs-Kooperation gebildet. Heute fahren die sieben werkseigenen LKWs im Norden bis zur Achse Bremen - Braunschweig und im Süden vom Bodensee bis ins Berchtesgardener Land; in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie in den neuen Ländern im Osten sind wir derzeit noch nicht aktiv tätig. Hierfür sind jedoch schon die Weichen gestellt, damit Deutschland mittelfristig auch flächendeckend beliefert wird. Betreut werden die derzeit 1.100 kontinuierlich kaufenden Handelspartner in den 11 Vertriebsgebieten von der Geschäftsleitung, einem kompetenten Verkaufsinnendienst, einem angestellten Reisenden sowie von 11 selbstständigen Handelsvertretungen. "Dieses vertriebsorientierte Konzept gilt als eines unserer Erfolgsgaranten, damit haben wir in der Branche unseren Ruf als sicherer und zuverlässiger Partner gefestigt", beschreibt Martin Völlmecke. Allein die Tatsache, dass die Türen unverpackt angeliefert werden, spricht für sich. Hier kommt freilich der ausschließlich eigene Fuhrpark wieder ins Spiel. Die Türen werden gepolstert und verspannt transportiert. Der Kunde kann bei Anlieferung sofort Mängel erkennen; die Reklamationsquote tendiert auf diese Weise gen Null.

Kundenschulungen, besonders bei Neukunden, finden vor Ort oder direkt in Iserlohn statt. Darüber hinaus gibt es einen umfangreichen Fundus an Prospektunterlagen, Kataloge der einzelnen Haustüren-Serien sowie einen Ausstellungsanhänger, den die Händler bei Bedarf auf Hausmessen, regionalen Veranstaltungen etc. einsetzen können.

Ungewöhnlich eine Haltung, die wir progressiv vertreten. "Häufig sind wir als zusätzlicher Lieferant bei Handelspartnern gelistet, auf diese Weise kommen wir an Zielgruppen heran, die ein Preis-/Leistungsverhältnis zu schätzen wissen. Wir liefern sichtbar höchste Qualität, jede Tür durchläuft am Prüfstand verschiedene Prüfszenarien und erhält danach einen 16-seitigen Türenpass." Dass die Handelspartner überwiegend in der Renovierung tätig sind, lässt sich an der Werthaltigkeit der Aufträge ablesen. Denn unverkennbar ist der Trend zu höherwertigen Haustüren, auch wenn Accessoires wie Fingerprint oder Multitronic noch überwiegend einen "Dornröschenschlaf" halten, so nimmt die Ausstattung an unterschiedlichen Glasvarianten oder Formen und Griffen auffallend zu. Im Prinzip werden die Haustüren heute alle komplett verglast ausgeliefert, dieser Trend zeichnete sich seit einiger Zeit ab. "Erstmals im vorletzten Jahr haben wir mehr als die Hälfte flügelüberdeckender Türen produziert", resümiert Michael Köster. Dass das Unternehmen rasch auf solche Marktveränderungen reagieren kann, ist der Unternehmensstrategie zu verdanken, die eine möglichst hohe Wertschöpfung und damit verbunden eine hohe Fertigungstiefe zu erzielen, verfolgt. Diese Strategie konnte vor drei Jahren umgesetzt werden, indem der Füllungslieferant und Koperationspartner K + P (Klüppel + Poppe) Haustürfüllungen GmbH in Schauenburg zu 100% übernommen werden konnte. Damit sicherten wir uns nicht nur eine höhere Wertschöpfung sowie eine weitere und ausbaufähige Fertigungsstätte, sondern auch eine hohe Flexibilität, um auf Kundenwünsche entsprechend reagieren zu können. Damit liegt jetzt auch die Verantwortung der Designpolitik ausschließlich in Iserlohn. Investiert wurde in Schauenburg aktuell in eine vollautomatische Schleifmaschine für die Blechbearbeitung sowie ein weiteres Fräszentrum. Weiterhin wird über eine eigene Pulverbeschichtungsanlage nachgedacht.

Ein weiteres wichtiges Kriterium des Erfolgsfaktors liegt nach Ansicht des Unternehmensgründers darin, dass von Beginn an auf ein ausgeschäumtes Profilsystem gesetzt wurde. "Diese Systemvariante unterscheidet uns von anderen Profilsystemen auf dem Markt, ist somit für den Händler ein Alleinstellungsmerkmal und der Endkunde verbindet mit dem Schaum eine effektivere Wärmedämmung", begründet Michael Köster die Entscheidung über die Auswahl des Profilsystems. Nachdem die Brökelmann Aluminium-Werke sich aus dem lagerführenden Systemgeschäft für den Baubereich zurückgezogen haben, werden jetzt in Iserlohn die Haustür-Profilsysteme aus dem Hause Hueck-Hartmann aus dem benachbarten Lüdenscheid verarbeitet. Gemeinsam mit dem Hueck-Produktmanagement wurden die Haustür-Serien AT 72, AT 82 und AT 92 entwickelt und im Jahr 2011 zur ESD - Energy Safe Door weiterentwickelt!

Obwohl wir in der Iserlohner Hansaallee von Anbeginn an unser Domizil haben, so sind wir auch permanter Bauherr. Standen am Start im Jahr 2000 500m² Produktionsfläche zur Verfügung, so konnten glücklicherweise innerhalb des Gebäudekomplexes im Laufe der Zeit weitere Flächen erworben bzw. angemietet werden. Obwohl es nicht immer einfach ist, eine Fertigung in bestehende Gebäudesegmente optimal zu integrieren, um einen logischen Produktionsfluss zu erreichen, ist dieser Prozess durch Umbau- und Durchbrucharbeiten erreicht worden, augenblicklich beträgt die Produktions- und Lagerfläche 7.500 m². Entsprechend der Kundennachfrage wurde die Lagerfläche, die ausschließlich überdacht ist, stark ausgebaut. Entscheidend verändert hat sich das Käuferverhalten. Lag der Weiß-Anteil früher bei 85%, Eloxal bei 10% und 5% bei RAL-Tönen, so ist der Weiß-Anteil auf unter 50% zurückgegangen und die Farbe auf weit über 50% gestiegen, wobei die Renner unterschiedliche Grautöne sind. Insofern liegen jetzt die 10 gängisten Farbe auf Lager. Investiert wurde in ein weiteres CNC-Bearbeitungszentrum sowie ein neues Sägezentrum.